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(Genealogy:) Die Vorfahren Eckermannsstammen aus der Elbmarsch bei Winsen (Luhe) (Für eine vergrößerte Ansicht und eine Erläuterung des Familienstammbaums bitte das Bild anklicken!) |
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Der Name "Eckermann" ist möglicherweise auf das Harzflüsschen "Ecker" zurückzuführen (Bahlow, Deutsches Namenlexikon). Wahrscheinlicher jedoch ist er von dem mittelhochdeutschen Wort "ecker" abgeleitet, der Frucht der Buchen und Eichen, jener Bäume, die einst nördlich der Elbe im Lauenburgischen durch ausgedehnte Waldbestände das Gesicht der Landschaft prägten und die Grundlage der Waldweidemast in der Schweinehaltung bildeten. Heute ist noch das Wort "Buchecker" gebräuchlich. "Eckermann", niederdeutsch und daher eigentlich mit langem "e" vor dem "ck" gesprochen, bedeutet somit "Eichenmann", der Mann also, dessen Haus an Eichen gelegen ist. Entlang der Elbe in dem Raum Lauenburg/Boizenburg, Winsen (Luhe) und Lüneburg ist der Name "Eckermann" nicht selten. Bereits um 1365 lebte in Lüneburg ein Clawes Ekermann. 1525 wurden ein Kl. Eckermann in Tespe und um 1557 ein Jakob Eckermann in Avendorf erwähnt. In Hohenhorn bei Geesthacht gab es um 1570 einen Carsten Eckermann. In Winsen wird der Name erstmals 1679 verzeichnet. Auch heute leben noch zahlreiche Menschen mit dem Namen Eckermann in der genannten Region. Johann Peter Eckermanns Vorfahren väterlicherseits stammen großenteils aus der Gegend um Handorf, einem Kirchdorf der Elbmarsch zwischen Winsen (Luhe) und Lüneburg. Die mütterliche Linie stammt aus der nördlichen Lüneburger Heide, westlich Winsens (s. dazu die vergrößerte Darstellung des Stammbaums). |
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Eckermann ließ sich in Weimar mehrfach porträtieren, auf diesen Bildern von 1824 und 1827 von dem angesehenen Weimarer Maler Johann Joseph Schmeller (1796-1841) | ![]() |
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»Am 21sten September 1792. bin ich zu Winsen an der Luhe, einem Städtchen zwischen Lüneburg und Hamburg, geboren. Auf dem Gymnasio zu Hannover und durch Privat-Unterricht habe ich mich zu academischen Studien vorbereitet. Zu Göttingen habe ich studiret, und zwar hörte ich vorzüglich bey Hugo und Kern juristische, bey Bouterweck philosophische und bey Heeren und Dissen geschichtliche und philologische Collegia. Von der Academie abgegangen, habe ich in einem critischen Werkchen, welches in der Cotta'schen Buchhandlung 1824. unter dem Titel: Beyträge zur Poesie herausgekommen, meinen ersten schriftstellerischen Versuch dem Vaterland vorgelegt. Während meines bis jetzt zweyjährigen Aufenthaltes in Weimar bin ich in diesen Richtungen fortgegangen, habe im Stillen manches Literarische vorbereitet, vorzüglich aber das Glück gehabt, Sr. Excellenz den Herrn Geheime Rath von Goethe bey der Redaction seiner bisher noch ungedruckten Werke zu unterstützen. Johann Peter Eckermann.«
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»Wenn ich der Natur so nahe bin, dass ich alle Düfte wittere und doch nicht eigentlich hineinkann, so wird es mir ungeduldig wie einer Ente, die man in die Nähe des Wassers bringt, aber am Hineintauchen hindert.«
(Eckermann, Gespräche mit Goethe, 1. Juni 1825)
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Johann Peter Eckermann sehr fein modelliertes Keramikmedaillon aus dem Jahre 2007 (Abb. verkleinert). Bezugsnachweis hier |
»Wäre es nur auch mit meiner Menschenscheu besser! [...] Es ist ein vollkommen krankhafter Zustand. Stehe ich zufällig am Fenster und sehe jemanden die Straße kommen, der mich besuchen will, besonders Freunde, so durchdringt mich jedesmal Angst [...].«
(Eckermann wenige Monate nach dem Tode seiner Frau in einem Brief an Ottilie v. Goethe vom 14.9.1834) |
»Ihr Brief, lieber Doktor, hat mich betrübt, denn ich glaube, dass Ihr Leiden mehr seelischer als körperlicher Art ist. Ich fürchte, dass Sie sich gar zu sehr Ihrer Liebe zur Einsamkeit überlassen.«
(Frédéric Soret an Eckermann, 29.8.1829) |
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Frédéric Soret 1795-1865 Erzieher des Weimarer Erbprinzen Carl Alexander. Enkeltochter Alma. Naturwissenschaftler und später namhafter Numismatiker in Genf |
»Ich wünsche nicht, dass Sie mich Doktor nennen. Ich schäme mich des Titels. Ich bin nicht gelehrt genug um ihn zu verdienen. Die Universität hat mir den Titel beigelegt, um gegen Goethe gefällig zu sein; ich musste es geschehen lassen, aber ich war nur glücklich, als ich noch ein ganz einfacher Herr Eckermann war.«
(Eckermann in einem Brief an Frédéric Soret, 1836)
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1818 - 1901 seit 1853 Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach |
»O falscher Hof mit deinem Schimmer,
Mit deinen Schranzen, leer und hohl, Mit leichtem Herzen dir auf immer Sag ich ein freudig Lebewohl.« (Eckermann, 1844) |
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Zu Eckermanns zweihundertstem Geburtstag wurde in seiner Heimatstadt Winsen (Luhe) eine Gedenkmünze herausgegeben. Der Text der Vorderseite lautet: Johann Peter Eckermann *1792 - 1854 | 200. Geburtstag Der Text der Rückseite lautet: Goethes Vertrauter und Freund | Aus Winsen (Luhe). Der Text im inneren Bereich lautet: Das Leben beglückt, aber es befriedigt nicht; nur das Vollbringen und Schaffen, nur die That vermag Beydes. |
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Johann Peter Eckermann Teilrelief aus Bronze aus dem Jahre 2008. Eingangshalle der Johann-Peter-Eckermann- Realschule, Winsen (Luhe) |
Die Kontakte von Freunden Eckermanns aus seiner Heimatstadt Winsen (Luhe) nach Weimar und in die umgekehrte Richtung konnten nach der Wiedervereinigung im Jahre 1990 wiederhergestellt, neu geknüpft oder intensiviert werden. So besuchte z. B. im Herbst 1992 eine Gruppe von Schülern der Winsener Johann- |
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Schüler und Lehrer der Eckermannschulen aus Winsen (Luhe) und Weimar im September 2000 (l.) und 2004 (r.) am Grabe Eckermanns anlässlich der Niederlegung des traditionellen Heidekranzes zu Eckermanns Geburtstag
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