Johann Peter Eckermann, Gedichte

Johann Peter Eckermann
Gedichte

Die Stellen

Ein neuer Herrscher neue Stellen bringt.
Nach Hofe nun wie strömt's zu Fuß und Wagen!
Barone, Pfaffen, Schreiber, jeder ringt,
So gut er kann, sich etwas zu erjagen.

Der wäre gern dem Thron ein Stufchen näher,
Der für sein Leben gar zu gern Minister,
Auf Stuhl und Kanzel trachten jene höher,
Und alle bleiben, was sie sind − Philister.

Ich selber arm, ein pfründenloser Wicht,
Und doch beglückt, mit meiner Not zu scherzen.
Ja! eure reichsten Plätze neid' ich nicht,
Verbleibt mir nur ein Platz an ihrem Herzen.


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Literatur

Helmuth Hinkfoth (Hg.)
Erzählungen, Gedichte und
Briefe J. P. Eckermanns mit
einer Auswahl aus den
Gesprächen mit Goethe
Eckermann-Anthologie Briefwechsel Goethe - Eckermann
Helmuth Hinkfoth (Hg.)
Erstveröffentlichung
mit einer Einf­üh­rung und
zahlreichen Erläuterungen
Eckermanns schönste Texte
Helmuth Hinkfoth (Hg.)
Das Schönste und Beste aus Eckermanns Werken − Briefe, Gedanken und Gedichte sowie Erzählungen aus seinen Gesprächen mit Goethe