Johann Peter Eckermanns Vorfahren väterlicherseits stammen großenteils aus der Gegend um Handorf, einem Kirchdorf der Elbmarsch zwischen Winsen (Luhe) und Lüneburg. Die mütterliche Linie stammt aus der nördlichen Lüneburger Heide, südwestlich Winsens (s. dazu die vergrößerte Darstellung des Stammbaums).
Entlang der Elbe im Großraum der Winsener Marsch bis ins Lauenburgische ist der Name "Eckermann" nicht selten. Bereits um 1365 lebte in Lüneburg ein Clawes Ekermann. 1525 wurden ein Kl. Eckermann in Tespe und um 1557 ein Jakob Eckermann in Avendorf erwähnt. In Hohenhorn bei Geesthacht gab es um 1570 einen Carsten Eckermann. In Winsen wird der Name erstmals 1679 verzeichnet. Auch heute leben noch zahlreiche Menschen mit dem Namen Eckermann in der genannten Region.
Der Name "Eckermann" ist wohl weniger auf das Harzflüsschen "Ecker" zurückzuführen, wie manch ein Namenskundler meint (Bahlow), sondern vielmehr auf das niederdeutsche Wort "eek" ("Eekboom"), oft auch mit einem mittelniederdeutschen Dehnungs-c geschrieben (z. B. "Eckholt", gesprochen mit langem "e") für "Eiche".
Am 21sten September 1792. bin ich zu Winsen an der Luhe, einem Städtchen zwischen Lüneburg und Hamburg, geboren. Auf dem Gymnasio zu Hannover und durch Privat-Unterricht habe ich mich zu academischen Studien vorbereitet. Zu Göttingen habe ich studiret, und zwar hörte ich vorzüglich bey Hugo und Kern juristische, bey Bouterweck philosophische und bey Heeren und Dissen geschichtliche und philologische Collegia. Von der Academie abgegangen, habe ich in einem critischen Werkchen, welches in der Cotta'schen Buchhandlung 1824. unter dem Titel: Beyträge zur Poesie herausgekommen, meinen ersten schriftstellerischen Versuch dem Vaterland vorgelegt. Während meines bis jetzt zweyjährigen Aufenthaltes in Weimar bin ich in diesen Richtungen fortgegangen, habe im Stillen manches Literarische vorbereitet, vorzüglich aber das Glück gehabt, Sr. Excellenz den Herrn Geheime Rath von Goethe bey der Redaction seiner bisher noch ungedruckten Werke zu unterstützen.
Aus meinem früheren Leben habe [ich] nachzuholen, daß ich unter den Hannöverschen Jägern den Befreyungskrieg von 1813 und 1814. mitgemacht und sechs Jahre lang in Hannover eine administrative Stelle bekleidet habe.Weimar d. 24. October 1825.Johann Peter Eckermann.
«Lieber Doktor, ich habe Ihren Brief gestern Ihrer Kaiserl. Hoheit gezeigt [...]. Ich kam bei dieser Gelegenheit auch auf die Erwerbung des Bürgerrechts; Ihre Kaiserl. Hoheit hat mich ermächtigt, Ihnen 30 Taler auszuzahlen, die ich Ihnen heute nachmittag geben werde; damit können Sie die Kosten des Bürgerbriefs bestreiten. [...] »
«Ich wünsche nicht, dass Sie mich Doktor nennen. Ich schäme mich des Titels. Ich bin nicht gelehrt genug um ihn zu verdienen. Die Universität hat mir den Titel beigelegt, um gegen Goethe gefällig zu sein; ich musste es geschehen lassen, aber ich war nur glücklich, als ich noch ein ganz einfacher Herr Eckermann war.»
«Verlasse so bald als möglich das verwünschte, unglückselige Weimar, worin Du schon 6 Jahre lang hoffnungslos zugebracht. Es ist ein pauverer Staat, wovon Du nie etwas Ordentliches zu hoffen hast.»
«OO falscher Hof mit deinem Schimmer,
Mit deinen Schranzen, leer und hohl,
Mit leichtem Herzen dir auf immer
Sag ich ein freudig Lebewohl.»
Eine anschauliche Darstellung der Person Eckermanns, seiner Publikationen und seines einzigartigen Verhältnisses zu Goethe enthält das grundlegende biografische Werk Eckermann. Goethes Gesprächspartner.