Johann Peter Eckermann, Gedichte

Johann Peter Eckermann
Gedichte

Beruhigung

Des Tages Mittag gleichet nicht dem Morgen,
Wir pflücken nicht im Sommer Frühlingsblüten.
Drum fasse Mut! Verbanne deine Sorgen,
Genieße froh, was noch die Tage bieten.
Da ist nun einmal weiter nichts zu halten!
Des Lebens Nachen eilet, ohne Gnade,
Von blüh'nder Flur zu ödem Felsgestade;
Die Jugend flieht, es kommt die Zeit der Falten.
Doch das ist Menschenlos, das wir ertragen! −
Drum denke nicht des Lebens ew'ger Tücke,
Versenke dich in früh genossnes Glücke,
Und finde Trost und Frieden im Entsagen.
Ob Jahre fliehen! Ewig bist du jung
Durch Glück und Jugend der Erinnerung.


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Literatur

Helmuth Hinkfoth (Hg.)
Erzählungen, Gedichte und
Briefe J. P. Eckermanns mit
einer Auswahl aus den
Gesprächen mit Goethe
Eckermann-Anthologie Briefwechsel Goethe - Eckermann
Helmuth Hinkfoth (Hg.)
Erstveröffentlichung
mit einer Einf­üh­rung und
zahlreichen Erläuterungen
Eckermanns schönste Texte
Helmuth Hinkfoth (Hg.)
Das Schönste und Beste aus Eckermanns Werken − Briefe, Gedanken und Gedichte sowie Erzählungen aus seinen Gesprächen mit Goethe