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Johann Peter Eckermann - Gespräche mit Goethe (25)

(Über elegante und bequeme Möbel)
FREITAG DEN 25. MÄRZ 1831.

Goethe zeigte mir einen eleganten grünen Lehnstuhl, den er dieser Tage in einer Auktion sich hatte kaufen lassen.

»Ich werde ihn jedoch wenig oder gar nicht gebrauchen, sagte er, denn alle Arten von Bequemlichkeit sind eigentlich ganz gegen meine Natur. Sie sehen in meinem Zimmer kein Sofa; ich sitze immer in meinem alten hölzernen Stuhl, und habe erst seit einigen Wochen eine Art von Lehne für den Kopf anfügen lassen. Eine Umgebung von bequemen geschmackvollen Möbeln hebt mein Denken auf, und versetzt mich in einen behaglichen passiven Zustand. Ausgenommen, dass man von Jugend auf daran gewöhnt sei, sind prächtige Zimmer und elegantes Hausgerät etwas für Leute, die keine Gedanken haben und haben mögen.«



Tisch in Goethes Arbeitszimmer

In Goethes
Arbeitszimmer


(Eckermann, Gespräche mit Goethe; Überschrift und Abbildung vom Herausgeber eingefügt)


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